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Schneckenpost 4 | April 2026
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| Liebe Freund*innen, liebe Unterstützer*innen des Conviviums, |
wie singt doch der Volksmund: „April, April, der macht was er will“. Der Autor dieser Zeilen sieht sich hier allerdings genötigt darauf hinzuweisen, dass April einen Monat und nicht den Präsidenten einer Großmacht bezeichnet.
Womit wir bei der Herausforderung dieses Monats wären: der völligen Unberechenbarkeit – meteorologisch wie kulinarisch. Der April ist gewissermaßen der Chaot unter den Monaten. Einer, der morgens Frühling verspricht, mittags den Winter zurückbestellt und abends so tut, als sei das alles ein großes Missverständnis gewesen.
Für die Freunde planbarer Genüsse – also für Menschen, die gern am Montag im Voraus wissen, was sie am Wochenende essen – ist das natürlich unersprießlich. Wer im Januar noch heldenhaft beschlossen hat, sich streng saisonal zu ernähren, steht nun im April vor der Frage: Was genau ist eigentlich Saison – außer Unsicherheit?
Die Antwort ist wie so oft bei Slow Food ein glasklares: Es kommt darauf an. Und zwar nicht auf den Kalender allein, sondern auf den Mut, sich mit dem anzufreunden, was gerade tatsächlich verfügbar ist. Das kann an einem warmen Apriltag schon fast nach Frühling schmecken – mit frischen Kräutern, ersten Salaten und vielleicht einem Bärlauch, der sich vorsichtig aus dem Waldboden traut. Am nächsten Tag hingegen empfiehlt sich eher eine Suppe, die emotional noch im Februar verankert ist. Und die Sorge ob Spargelessen nun schon gesellschaftsfähig ist, läßt sich mit einem Blick auf Bodenheizung und Folientunnel leicht beantworten.
Der April ist damit gewissermaßen das kulinarische Improvisationstheater unter den Monaten. Wer hier ein festes Skript erwartet, wird enttäuscht. Wer hingegen bereit ist, spontan umzudisponieren, erlebt unter Umständen Sternstunden – oder zumindest sehr ordentliche Abendessen.
Natürlich könnte man es sich auch einfach machen und weiterhin Erdbeeren aus Übersee kaufen, die geschmacklich an leicht aromatisiertes Wasser erinnern. Aber wo bliebe da der Reiz? Und vor allem: Wo bliebe die Gelegenheit, sich ein wenig über sich selbst zu wundern, wenn man plötzlich feststellt, dass ein schlichtes, saisonales Gericht mehr Freude bereiten kann als jede perfekt durchgeplante Menüfolge?
Der April lehrt uns also, dass Genuss manchmal genau dort entsteht, wo man ihn nicht erwartet – zwischen Regenschauer und Sonnenstrahl, zwischen Winterrezept und Frühlingsidee.
In diesem Sinne wünsche wir Ihnen einen Monat voller kleiner kulinarischer Überraschungen, eine gewisse Gelassenheit gegenüber wetterbedingten Planänderungen und die Fähigkeit, auch im dritten Aprilschauer des Tages noch das Positive zu sehen – zum Beispiel die perfekte Ausrede für ein weiteres warmes Gericht und einen Mundvoll prallen Slow Wein.
Frohe Ostern allerseits! |
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Schneckenrunde im „Kleinen Museum“ | 6. April |
Man konnte den Eindruck haben, dass es in Hannover ein Seemannsmuseum gäbe, wenn man die Eckkneipe „Das Kleine Museum” in Linden-Nord betrat: ausgestopfte Kugelfische, Krokodile, Papageien und vielerlei nautische Instrumente dominierten die etwas dunklen Räume – und auf dem Tresen die berühmten Soleier, die glaubhaft den Eindruck vermitteln, nach Mitternacht genossen, eine Chance auf einen doch auch außerhalb einer verdunkelten Kammer erlebbaren Tag zu offerieren. Doch genug der verklärten Nostalgie: das Kleine Museum ist ein Beispiel, wie man aus einer langsam aus der Zeit fallenden Kneipe ein angenehmes unprätentiöses Bistro/Restaurant mit Klassikern der deutschen und französischen Küche gestalten kann, dass seine Wurzeln keineswegs verleumdet, aber nicht das alte Seemannsgarn fortspinnt. Grund genug unsere Schneckenrunde dort zu veranstalten, wie immer ein herzliches Willkommen an alle Mitglieder – und solche die erwägen mit an Bord zu kommen. Eine verbindliche Anmeldung dazu ist leider notwendig.
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Einladung zum Aktiventreff | 15. April
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Wie immer sind alle Slow Food Mitglieder zu unserem Aktiventreffen im Februar herzlich eingeladen. Es findet am 15. April um 19 Uhr wieder online per Zoom-Konferenz statt. Wenn Sie Lust haben Slow Food Hannover vor Ort mitzugestalten, dann melden Sie sich einfach hier per Mail. Themen sind in erster Linie Planungen unserer kommenden Veranstaltungen und Aktionen, eine gute Möglichkeit für alle Mitglieder ihre Vorstellungen, Wünsche und Anregungen einzubringen. Herzlich willkommen also, wir freuen uns auf neue Gesichter! Nur so gelingt es den Verein lebendig zu halten – und es macht durchaus Spaß und schafft Befriedigung.
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Flohmarkt im WOK, dem World of Kitchen Museum | 18. April
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Die Eine oder der andere wird sich noch an unseren Besuch in Europas größten Küchenmuseum in der Spichernstraße 22 erinnern. Neben der umfangreichen Präsentation der Geschichte des Kochens und der unterschiedlichen Küchenstile bietet das Museum auch Kochkurse für Schulklassen an, die in den über 15 Jahren des Bestehens schon von über 35.000 Schülerinnen und Schülern in Anspruch genommen wurden. Diese Kurse werden vom Museum, einem rein privaten übrigens, subventioniert, um möglichst vielen Schulen zu erreichen. Ein Ansatz den Slow Food nur ausdrücklich unterstützen kann! Um dies zu finanzieren trennt sich das Museum von einer Menge seiner Vintage-Raritäten: von Gläsern, Vasen, Geschirr, Haushaltsgeräten und Kochbüchern. Alles zugunsten der Schulküche des Küchenmuseums. Wir können einen Besuch am 18.4. von 10 bis 16 Uhr wirklich empfehlen!
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Olivenabholtage mit Tafelrunde | 25./26. April
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Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich eine lange etabliertes kulinarisches Festival der ganz besonderen Art: ein ganzer Dorfkern verwandelt sich in ein Genussparadies rund um die Olive und alles was man dazu wissen, essen, daraus machen kann und sollte. Und nicht etwa irgendwelche Oliven. Wer das Vergnügen hatte im letzten Jahr bei einem Olivenöltasting mit einem darauf von den Köchen des Gartensaal perfekt abgestimmten, höchst ansprechenden Menü dabei zu sein, weis mit welchem umfangreichen Fachwissen und persönlicher Kontakte die Veranstalter der Olivenölabholtage die Produzenten ausgewählt haben und mit großem Engagement präsentieren!
Dieses Jahr drehen wir das Ganze einmal um: unserer Chief Alliance Köchin Barbara Stadler und die „Nordlichter Convivien“ zu denen auch wir uns in Hannover zählen, laden unter dem Motto „Alles in die Mitte des Tisches" herzlich zu den Olivenöl-Abholtagen am 25. und 26. April in Wilstedt bei Bremen ein. In diesem Jahr gibt es zudem gleich mehrfach Grund zu feiern: 40 Jahre Slow Food und 35 Jahre Slow Food Deutschland sowie 30 Jahre arteFakt, der Veranstalter und langjähriger Förderer der Slow Food Idee.
Freuen Sie sich auf eine lange Tafel, an der Teilen ausdrücklich erwünscht ist: Gedanken, Gespräche und natürlich köstliche Speisen. Es erwarten Sie von Barbara Stadler liebevoll aus regionale Zutaten – und Olivenölen – zubereitete Meze, Tapas und Antipasti (vornehmlich vegetarisch, etwas Fleisch). Natürlich wird es auch den berühmten Bremer Scheerkohl, einem unserer Archepassagiere geben.
Es sind pro Veranstaltungstag drei Essenszeiten für jeweils 20 Personen geplant – für eine persönliche und genussvolle Atmosphäre. Jeweils von 11:30 bis 13:00, von 13:30 bis 14:30 und 15:00 bis 16:30 Uhr ist Tischzeit und dazwischen genug Gelegenheit an unseren Slow Food Ständen mit den „Nachbarn“ Kontakt aufzunehmen, die Öle zu verkosten, die Produzenten kennenzulernen und es sich schlicht gut gehen zu lassen. Und die Kosten: 20 € pro Person.
Bitte reserviert Ihre Plätze direkt über den Button unten. Die Anmeldung ist verbindlich, da frisch Sie für gekocht wird. Sollten Sie verhindert sein, organisieren Sie bitte eigenständig Ersatz. |
Übrigens: wer von unseren Mitgliedern bereit ist am Samstag ein wenig am Gemeinschaftsstand der Nord-Convivien auszuhelfen, neue Kontakte zu knüpfen und ein wenig über Slow Food zu erzählen, kann sich vielleicht über zwei Plätze an der langen Tafel am Samstag, den 25.4. um 13:30 Uhr freuen. Wir verlosen die zwei Plätze, dazu bitte eine Mail an das Convivium Hannover senden!
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IMPRESSUM
Slow Food Hannover Elisabeth Gaebler und Wolfgang Schatz Umweltzentrum, Hausmannstr. 9–10, 30159 Hannover Telefon: 0172 1661581 und 0170 2049433 E-Mail: hannover@slowfood.de
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Homepage: https://www.slowfood.de/hannover
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