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Schneckenpost 2 | Februar 2026
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| Liebe Freund*innen, liebe Unterstützer*innen des Conviviums! |
Der Februar war auch früher kein freundlicher Monat. Die Felder lagen karg und grau, in den Gärten wuchs nichts mehr, und frische Ernte war in weiter Ferne. In den Vorratskammern zeigte sich, wie gut man durch den Winter gekommen war: Eingemachtes, Getrocknetes und Eingelagertes mussten reichen, oft sparsamer als erhofft. Für viele Menschen war diese Zeit tatsächlich ein Monat am Rand des Hungers – eine Phase des Wartens, des Einteilens und der Geduld.
Gerade aus dieser Erfahrung heraus sind über Generationen hinweg Wissen und Kultur entstanden: Wie man Lebensmittel haltbar macht, wie man saisonal kocht, wie man nichts verschwendet, weil jedes Produkt das Ergebnis harter Arbeit und begrenzter Ressourcen ist. Der Winter, und besonders der Februar, lehrte Wertschätzung – für das Essen ebenso wie für die Menschen, die es erzeugen.
Heute erleben wir den Februar auch anders. Die Regale sind gefüllt, Erdbeeren kommen aus fernen Ländern, Tomaten zu jeder Jahreszeit. Und doch lohnt sich ein bewusster Blick zurück. Denn mit der ständigen Verfügbarkeit ist oft auch die Verbindung zur Herkunft unserer Lebensmittel verloren gegangen. Slow Food setzt genau hier an: erinnern, hinterfragen, neu entdecken. Der Februar kann ein Monat sein, um sich auf das Wesentliche zu besinnen – auf regionale Vorräte, auf handwerkliche Verarbeitung, auf Genuss mit Maß und Bedeutung.
Eine gute Gelegenheit darüber ins Gespräch zu kommen sind unser Schneckentreff, die Tafelrunden und natürlich der Aktiventreff. Wir freuen uns darauf!
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Saatgutbörse des Vermehrungsgarten | 15. Februar |
Im Frühjahr ist die Zeit für engagierte Gärtner*innen sich mit Saaten zu versorgen. Rechtzeitig bevor die ersten Aussaaten und die Planungen für das neue Gartenjahr anstehen, organisiert der Vermehrungsgarten e.V. wieder eine Saatgutbörse am Sonntag, den 15. Februar von 11 bis 15 Uhr in der Schwanenburg in Hannover-Limmer, Wunstorfer Str. 14. Wie immer geht es darum Haus-, Klein- und Balkongärtner*innen zu motivieren samenfeste Sorten in ihre Gärten zu holen, anzubauen, und zu nutzen. Es ist die große Vielzahl, die unser kulturelles Erbe darstellt und erhalten werden soll. Dort wird es Saatgut von privaten Erhalter*innen geben, Gemüse- und Kräutersorten: viele Tomaten, Paprika, Chilis, Auberginen, Erbsen, Bohnen, Salate, Kräuter und Blumen. Alle Sorten sind samenfest, so dass sie selbst weiter vermehrt werden können. Neben dem Saatgutmarkt bereichern Vorträge zu den Themen wie Erhalt und Nutzung von besonderen Kulturen die Veranstaltung. Im Restaurant bietet die Schwanenburg einen Imbiss und warme und kalte Getränke. Auch der BUND Hannover veranstaltet Saatgutbörsen, weiteres dazu > hier.
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Aktiventreff | 18. Februar
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Wie immer sind alle Slow Food Mitglieder zu unserem Aktiventreffen im Februar herzlich eingeladen. Es findet am 18.2. um 19 Uhr wieder online per Zoom-Konferenz statt. Wenn Sie Lust haben Slow Food Hannover vor Ort mitzugestalten, dann melden Sie sich einfach per Mail. Themen sind in erster Linie Planungen unserer kommenden Veranstaltungen und Aktionen – eine gute Möglichkeit für alle Mitglieder ihre Vorstellungen, Wünsche und Anregungen einzubringen. Herzlich willkommen also, wir freuen uns auf neue Gesichter! Nur so gelingt es den Verein lebendig zu halten – und es macht durchaus Spaß und schafft Befriedigung.
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Tafelrunde „Über den Tellerrand” | 26. Februar
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Wir wollen unsere Reihe „Über den Tellerrand“ neu beleben. Slow Food ist eine international aufgestellte und vernetzte Organisation, die in über 160 Ländern tätig ist. Und daher wollen wir auch den Gaumen ein wenig strecken und Küchen anderer Nationen kennen lernen. Angefangen haben wir damit schon mal im Oktober mit dem Besuch im WOK, dem Küchenmuseum „World of Kitchen”, dass neben der historischen Entwicklung auch Küchen anderer Nationen von den Niederlanden bis Japan zeigt. Im Februar wollen wir uns der traditionellen Küche Afghanistans widmen, die auch reich an Einflüssen verschiedenster Völker ist, und das „Masa” besuchen, das sich in einem Hinterhof in Hannovers City befindet. Eine gute Gelegenheit, einmal über den eigen Tellerrand zu blicken: Ein Willkommen an alle Interessierte! Dazu ist eine verbindliche Anmeldung notwendig.
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Rückblick Veranstaltungen |
Chinesisch, aber mit regionalen Produkten.
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Gelingt es Küchenstile mit gänzlich anderer Tradition auch mit regionalen Produkten in ihren Besonderheiten abzubilden? Das war die Kernfrage dieses VHS Kurses an der Volkshochschule Hannover am 16. Januar – und die Antwort ist ein klares Ja! Dafür sind zwei wesentliche Aspekte von Bedeutung: zum einen sind eine ganze Reihe von Produkten, die mit der chinesischen Küche assoziiert werden, inzwischen regional und aus regionalen Zutaten erhält: der Reis stammt aus Linum in Brandenburg, die Sojasauce aus Berlin, das Sesamöl von der Ölmühle Solling, die Chilis und der Ingwer aus Soltau, usw. Zum anderen ist die Frage, welche Funktion und Geschmacksimpulse die Zutaten haben, zu analysieren – und darauf aufbauend sie mit regionalen Produkten zu erfüllen. Die Ananas in süß-sauren Gerichten ist mit einem festen, süßlichen Apfel ebenso gut zu ersetzen, wie z. B. die Bambussprossen durch Raspeln vom milden Rettich, selbst eine Hoisin-Sauce kann man z. B. auf der Basis von Trockenpflaumen ”nachbauen”. Insgesamt ein spannendes Experiment auch Dank der Bereitschaft der Teilnehmenden sich darauf engagiert einzulassen. Mal schauen ob wir diese Reihe weiterentwickeln können.
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IMPRESSUM
Slow Food Hannover Elisabeth Gaebler und Wolfgang Schatz Umweltzentrum, Hausmannstr. 9–10, 30159 Hannover Telefon: 0172 1661581 und 0170 2049433 E-Mail: hannover@slowfood.de
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Homepage: https://www.slowfood.de/hannover
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